Der schwere Weg zum Blogger
20. Februar 2008 von Melanie HuberIch habe ja bereits vor einigen Tagen darüber berichtet, dass meine Mitstreiterinnen bisher noch keinen Beitrag im Blog geschrieben haben, obwohl sie es eigentlich möchten. Nun wollte ich die Gründe genauer wissen. Denn vielleicht hilft dies anderen bei der Umsetzung ihrer Blog-Projekte. Nein, ich wollte keinen Druck ausüben… Obwohl… Andrea hat prompt ihren ersten Beitrag verfasst, mit Podcast. Ich gratuliere!!
Warum habt ihr noch keinen Blog-Beitrag geschrieben?
Andrea: Ja, da folgt bei mir gleich eine ganze Rechtfertigungstirade:
- Jobs
- Messevorbereitungen für einen wichtigen Kunden
- meine Steuerunterlagen, die ich erfolgreich Wochen vor mir hergeschoben habe
- mein Zahnarzt (den ich derzeit im Drei-Wochen-Rhythmus sehe. AUTSCH)
- mein Partner, der gerade promoviert hat und dem ich versucht habe, den Rücken frei zu schaufeln
- dann natürlich die gebührende Party
- gekrönt von einem wunderbaren Kurzurlaub in sonnige Gefilde
Susanne: Ehrlich gesagt arbeite ich derzeit recht viel und kann mich abends nicht mehr zum Bloggen aufraffen.
Fürchtet ihr die Kritik der Leser?
Andrea: Das stimmt – das ist ein Thema. Spams und Flames gibt es immer und überall … aber die finde ich nicht so wichtig. Höher und damit auch wertvoller ist nachvollziehbare, gerechtfertigte Kritik … damit gilt es sich auseinander zusetzen.
Susanne: Nein, konstruktive Kritik bringt einen voran.
Habt ihr euch schon einmal eingeloggt? Gibt es Probleme mit der Technik?
Andrea: Ich bin derzeit vielleicht einaml die Woche drin, aber heute war ich eingeloggt – ja. Ich weiß nicht, ob ich es ein technisches Problem nennen soll – vielleicht ist es einfach meine Dummheit? Die Links wollen nicht so, wie ich will
Susanne: Die Technik ist einfach und ich war auch schon einmal eingeloggt… Der erste Schritt ist bereits getan
Habt ihr Ideen für Themen?
Andrea: Ja, zumindest für die Wortsammlung will ich mir einige Schmankerl heraus ziehen. Einen hab ich schon ganz fest, den ich recherchieren will – der wird aber noch nicht verraten J Ansonsten versuch ich mich tapfer an Kommentaren bislang.
Susanne: Am 6. März findet der Tag des Online-Journalismus in Frankfurt statt… Darüber würde ich gerne berichten.
Glaubt ihr, dass das Bloggen euch Spaß machen würde?
Andrea: Ich denke, ich kann mich dafür begeistern, gerade auch weil ich privat in Foren unterwegs bin. Auf der anderen Seite weiß ich, dass wenn ich von auswärts spät heim komme, mein Rechner oft nur zum E-Mail-Checken hoch gefahren wird und das war`s. Deswegen werde ich auch nur alle paar Tage die neuen Einträge und Kommentare lesen können, bzw. selber etwas posten.
Susanne: Es macht sicherlich Spaß, wenn die Ideen fließen. Wenn nicht, sollte man sich nicht dazu zwingen, das würde dem Blog nicht gut tun.
Welche Erwartungen verbindet ihr mit dem Bloggen oder betrachtet ihr es als lästige Verpflichtung?
Andrea: *Schluck* ich muss sagen, mir sitzt das schlechte Gewissen schon ein wenig im Nacken J Aber ich hoffe, wenn ich aus dem Urlaub wieder da bin und diese Frühjahrsmesse gelaufen ist … Dann wird alles gut!!! Nein, im Ernst möchte ich eigentlich etwas posten, das Hand und Fuß hat. Sprich ich möchte die Zeit haben, wirklich einer Sache auf den Grund zu gehen – es sei denn es fliegt einem die top-interessante Anekdote nur so zu. Passiert das nicht, ist es mit Zeit verbunden, etwas zu recherchieren und ein wenig zu graben. Diese Zeit möchte ich mir nehmen können.
Susanne: Ich lese gerne Blogs mit nutzwertigem Inhalt – neueste Trends im Web, Buchrezensionen oder Konzertbesprechungen. Deshalb möchte ich beim Bloggen auch nicht aus dem Nähkästchen plaudern, sondern Wissen teilen. Kommentare von anderen Usern sind dabei ein wichtiger Motivator. Lästig könnte das Bloggen werden, wenn man sich unter Druck setzt. Wer gerade keine Ideen für einen spannenden Beitrag hat oder einfach nichts zu sagen hat, sollte lieber mal pausieren und mit Freunden in der Sonne einen Latte Macchiatto schlürfen.
Habt ihr andere Texte geschrieben? Warum?
Andrea: Hmmm, meinst Du Kommentare? Ja, habe ich, weil einige tolle Themen dabei waren. Und wenn mir eine abweichende Meinung oder eine noch nicht gepostete Idee eingefallen ist, habe ich sie dazu gesetzt.
Ansonsten spiele ich ganz gerne – und bin dann und wann auch in den einschlägigen Foren unterwegs – lesend, wie auch schreibend. Aber das ist irgendwie anders, weil es irgendwie „nur“ ein Hobby ist.
Susanne: Als Online-Redakteurin schreibe ich permanent Texte, die müssen natürlich neutral sein. Ab und zu habe ich aber auch Lust, meine subjektiven Ansichten kund zu tun. Kommentare in Blogs schreibe ich vor allem dann, wenn ich komplett anderer Meinung wie die Autorin/ der Autor bin, etwas ergänzen will oder absolut zustimme.
Was könnte ein Auslöser sein, mit dem Bloggen zu starten?
Andrea: Das ist schwer. Ich denke, bei mir ist es momentan die freie Zeit, die fehlt, und die vielen Dinge rundum Urlaubs-, Prüfungs- und Messeorganisation, die meinen Kopf ziemlich vollgestopft haben.
Susanne: Ein spannendes Thema zu finden, zu dem ich eine klare Meinung habe und das nicht nur mich, sondern auch andere User bewegt.