re:publica – pragmatisch zum Unternehmen 2.0 werden
2. April 2008 von Melanie HuberUnd weiter geht’s – mit einem Workshop „Der pragmatische Einstieg ins Unternehmen 2.0“ mit Rene Werth, ebenfalls von IBM. Als Einstieg in Web 2.0-Anwendungen sieht er den Mehrwert – für den Mitarbeiter und das Unternehmen. Nur wenn ein Tool einen Mehrwert biete, würde die Einführung erfolgreich. Vorteile für den Mitarbeiter seien beispielsweise eine verbesserte Sichtbarkeit, Effektivitätssteigerung, neue Perspektiven.
Desweiteren seien wichtig:
- Die Umgestaltung des Arbeitsplatzes.
- Die Bereitstellung von Informationen.
- Eine Serviceorientierung und Zusammenarbeit.
Auch Werth betont wie sein Vorredner die Bedeutung der einzelnen Mitarbeiter für die Innovation in Unternehmen – in Prozessen oder an Produkten. Dieses „stille Wissen“ müsse hervorgeholt werden. Doch es gibt unterschiedliche Typen und Nutzergruppen, auf diese muss eingegangen werden. Der eine Mensch sei gestresst von E-Mails, der andere möchte sein Wissen nicht teilen, wieder andere nutzen Chats oder Wikis bereits seit langer Zeit privat und sehen in E-Mails ein antiquiertes Mittel zur Kommunikation.
Wichtige Fragen zu Beginn eines Web 2.0-Projekts seien: Wie führe ich diese Tools für meine Mitarbeiter ein? Wie nutze ich die Tools, um mit meinen Kunden in Kontakt zu treten?
Kleine Randbemerkung von mir: Werth kommt irgendwie nicht zum Punkt und ist für meinen Geschmack zu fokussiert auf IBM. Noch weiß ich nicht, wie sein pragmatischer Ansatz aussieht - aber hören wir mal weiter zu.
Ein Zuhörer fragt, wie eine Idee, die von einem Kunden stammt, schnell umgesetzt werden kann – bevor sie vom Wettbewerb „geklaut“ wird. Die Frage sei zudem, wem eine Idee gehöre? Dem Kunden, dem Unternehmen, der Konkurrenz, die sie schneller umgesetzt hat? Werth betont, dass es tatsächlich auf die Schnelligkeit ankäme. Wer ein Projekt aufsetzt, um Inspirationen von Kunden einzuholen, muss also in der Lage sein, rasch zu reagieren.
Übrigens: Bei IBM werden Blogs zwar intern stark eingesetzt und genutzt, doch exteren, im Internet gibt es keine von IBM beauftragten bloggenden Mitarbeiter.