re:publica – Corporate Learning
4. April 2008 von Melanie Huber
Gibt es ein Leben jenseits von McKinsey, Ernst & Young? – Dies ist die zentrale Frage des nächsten Workshops rund um die „hard bloggin scientist“. Auf dem Podium: Ulrike Reinhard, Autorin und Online-Expertin, und Lutz Berger, E-Learning-Fachmann. Nach 25 Minuten Wartezeit aufgrund technischer Probleme ging es los. Wie Unternehmen lernen, soll in den verbleibenden 30 Minuten erörtert werden. Die Referenten meinen, dass sich die Personalverantwortlichen in den Unternehmen auf weitere technologische Veränderungen vorbereiten müssen. Der permanente Wandel würde auch die Unternehmen selbst begleiten und Wissen bekomme eine neue Bedeutung. „Wo bekomme ich die Informationen finden und wie kann ich sie zur Verfügung stellen“, fragte Ulrike Reinhard.
Gap zwischen Neuankömmlingen und bestehenden Mitarbeitern
Eine besondere Herausforderung sieht Reinhard darin, die Fähigkeiten neuer, jüngerer und womöglich technisch affinerer Mitarbeiter zu nutzen und Angebote zu schaffen, die auch die älteren Mitarbeiter involvieren. Zudem ginge es darum, Wissen mit anderen zu teilen und innerhalb des Unternehmens den Kollegen zur Verfügung zu stellen. Und ein Großteils des Arbeiten und Lernens würde immer mehr zusammenwachsen. Ein Zuhörer, der in einem großen Medienunternehmen arbeitet, sagte dazu: „Arbeiten und Lernen ist schon dasselbe.“
Durch die Nutzung von Web 2.0-Anwendung würden Frei-Zeiten geschaffen. Die Referenten raten somit dazu, beispielsweise Weblogs einzurichten, in denen sich Mitarbeiter frei äußern können. Der Weg dahin erfordere jedoch Transparenz und intensive Information. Und das Management müsse einig hinter der Entscheidung stehen. „An sich sollte kein Unternehmen damit ein Problem haben, dass die Öffentlichkeit sieht, wie es mit den Kunden umgeht“, sagte ein Zuhörer.
Das Unternehmen als soziales Gehirn
Vernetzung, Erregung und Bewertung seien wesentliche Grundkomponenten des Gehirns, wie auch in einem Videobeitrag dargestellt wird. Diese drei Faktoren benötige ein intelligentes System. Vernetzung und Erregung funktioniere im Web 2.0, nur die Bewertung nicht: Was ist im Internet bedeutungsvoll, relevant.? Es müsse eine qualitative Bewertung der Beiträge geben.