Pustekuchen

9. April 2008 von Melanie Huber

Pustekuchen?

Unbewusst habe ich neulich nach langer Zeit mal wieder das Wort „Pustekuchen“ genutzt, in diesem Beitrag ist es mir herausgerutscht – als Synonym für etwas, das nicht geklappt hat. Doch woher kommt der Begriff? Handelt es sich beim Pustekuchen, ähnlich wie eine Pusteblume, um einen Kuchen, bei dem man ganz leicht die Streusel wegpusten kann, die sich dann für immer verflüchtigen? Die Streusel sind dabei die Lösungen, der trockene Kuchen steht für das Problem. Oder handelt es sich beim Pustekuchen um einen total luftigen Kuchen, ohne Substanz und mit wenigen Zutaten?

Im Duden steht der Begriff nicht. Pustekuchen.de bietet folgende Definition:

„pus|te|ku|chen: in der fügung [ja,] p.! (ugs.; aber nein, gerade das gegenteil von dem, was sich jmd. vorgestellt od. gewünscht hat, ist eingetreten; viell. nach der wendung «jmdm. etw. pusten»; vgl. husten).“ Doch wie ist das Wort entstanden? Wikipedia bietet gleich zwei Herkunfts-Mythen:

Eine Theorie besagt, dass der Begriff aus dem Jiddischen käme. „Ja cochem, aber nicht lamdon“ war eine geläufige Redewendung, die im Berlin des 19. Jahrhunderts wieder auftauchte – als 2 Ja Kuchen, nicht London“ und so viel meinte wie „Quatsch“. Auch der WDR schließt sich in einem Bericht dieser Erklärung an.

Nach der anderen Theorie habe Goethe den Begriff genutzt, um Johann Friedrich Wilhelm Pustkuchen zu diskreditieren.

Wie dem auch sei. Pustekuchen ist ein schönes Wort, das auf keinen Fall aussterben darf!

Eine Reaktion zu “Pustekuchen”

  1. Blub

    Pustekuchen steht sehr wohl im Duden. Du musst nur genauer nachschauen.

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