Ausgaben für “das Web 2.0″ steigen
23. April 2008 von Melanie HuberLaut einer neuen Studie von Forrester Research werden Unternehmen in den kommenden Jahren deutlich intensiver in Web 2.0-Dienste investieren, bis zum Jahr 2013 würden rund 4,6 Milliarden Dollar weltweit für Wikis, RSS, Communities & Co. ausgegeben. Vor allem große Unternehmen würden sich dem 2.0-Trend anschließen. Kleinere und mittlere Firmen stehen der Innovation noch immer skeptisch gegenüber. Sie erkennen weder den Mehrwert noch Refinanzierungsmöglichkeiten. Kostenlose Inhalte und Dienste anzubieten erscheint im Widerspruch zu Wirtschaftlichkeit und Umsatzzielen zu stehen. Dabei geht es meines Erachtens vor allem darum, mit Hilfe von Web 2.0-Anwendungen Kosten zu sparen und Mehrwerte zu schaffen:
+ Durch viele Anwendungen erübrigen sich kostspielige Marktfoschungs-Untersuchungen.
+ Das Call Center wird entlastet.
+ Teure Beta-Tests können entfallen oder eingeschränkt werden.
+ Kosten für Produkt-Tests, -Entwicklungen und -Optimierung lassen sich einsparen und orientieren sich durch die Einbeziehung der Verbraucher näher an deren Bedürfnissen.
+ Ausgaben für teuren Presseversand können durch den Einsatz von RSS (mittelfristig) reduziert werden.
+ Suchmaschinenmarketing kostet Geld; wer richtig auf das Web 2.0 setzt, betreibt Suchmaschinenoptimierung und ist letztlich besser in den Ergebnislisten platziert.
+ Ob Veranstaltungen oder andere Projekte - mit Hilfe von Wikis, Twitter oder Blogs wird das Projektmanagement optimiert; dadurch sinkt die Arbeitszeit und wird die Effizienz gesteigert.
+ Viral im Web verbreitete Maßnahmen (Word of Mouth-, Conversational Marketing) sind günstiger als TV-Spots oder Print-Anzeigen – und erreichen häufig dennoch die klassischen Medien, im redaktionellen Umfeld.
+ Der Aufwand für die Aktualisierung von Daten, Inhalten oder anderen Informationen reduziert sich.
Natürlich spielen auch Faktoren wie Imagebildung, Bekanntheit, neue (junge) Zielgruppen, Mitarbeitermotivation eine wichtige Rolle. Leider sind diese Punkte vielen Firmen jedoch eher schwer zu vermitteln. Erst vor ein paar Tagen habe ich wieder zu hören bekommen: „Das Geld könnte ich doch auch in Google Adwords stecken, dann weiß ich genau, was es mir bringt.“
Auch zahlreiche andere Blogger haben sich mit dem Thema befasst und ihre Ansichten und Tipps zu spezifischen Aspekten veröffentlicht. Eine kleine Auswahl:
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Am 23. April 2008 um 14:22 Uhr
@melanie: danke für den link zu uns - und den beitrag zur forrester studie, kann ich grad für einen vortrag brauchen
Am 23. April 2008 um 15:05 Uhr
Hellö, danke für den Link! Und den Hinweis auf die Studie über virale Kampagnen kann ich grad für meinen Unterricht nächsten Samstag gebrauchen
Am 23. April 2008 um 17:30 Uhr
@ Marcel und Simon: Gerne! Bin ja immer auf der Suche nach guten Blogbeiträgen…