Schreibängste nehmen

28. April 2008 von Melanie Huber

Wenn es darum geht, etwas zu schreiben, ist bei vielen Arbeitnehmern die Blockade vorprogrammiert. Ob ein Bericht, Protokoll oder Artikel für die Mitarbeiterzeitung- wenn es ums Schreiben geht, ergreifen die meisten Erwachsenen die Flucht. Es könnte ja sein, der Text nicht gefällt, Vorgesetzte oder Kollegen diesen kritisieren. So wie damals in Schule, Studium oder Ausbildung. Dabei mangelte es oftmals genau denen an Talent und Urteilsvermögen, was gute Texte betrifft, die solche beurteilen. Oder sie möchten den Texten schlicht ihren eigenen Stempel aufdrücken, die eigene Kompetenz unter Beweis stellen. Und dabei wird teilweise mehr Schaden angerichtet als zum Besseren redigiert. Vor allem: es hemmt die Autoren und demotiviert. Vor allem, wenn ohne Feedback willkürlich geändert wird und der Schreiber gar keine Chance hat, sich zu erklären oder zu lernen. Doch was kann man tun, um sich oder anderen die Furcht vor dem Schreiben zu nehmen und zugleich „gute“ Texte entstehen zu lassen?

1. Die Geschmäcker sind verschieden, auch den Stil eines Textes betreffend. Somit sollte ein Gegenleser nicht streng den eigenen Stil durchdrücken, und ein Autor sollte sich klarmachen, dass es immer Kritiker und Fans gibt.

2. Wer nicht liest, hat es immer schwerer beim Formulieren. Wer also häufiger schreiben muss (darf), sollte fortan häufiger zu einem Buch oder der Zeitung greifen. Je fachferner und lebensnaher die Literatur ist, desto größer ist der Lerneffekt, Texte künftig möglichst verständlich, ohne Floskeln und bürokratische Ausdrücke oder Fachbegriffe zu schreiben.

3. Teamwork funktioniert auch, wenn es um Texte geht. Während der eine lieber schreibt, recherchiert der andere lieber, wertet Fragebögen aus oder kontaktiert Interviewpartner. Diese Aufgaben sollten nach Vorlieben und Vermögen verteilt werden.

4. Auch bei den Gattungen gilt: Nicht jeder muss alle gleichermaßen beherrschen. Der eine schreibt gern nüchterne Berichte, der andere gute Glossen oder Erlebnisreportagen. Zwang und Druck sind hier nicht förderlich.

5. Klar muss die Schreibarbeit erledigt werden. Doch wenn schon klar ist, dass der Kollege sich sträubt, dann lassen Sie ihm oder ihr wenigstens genug Zeit und Raum. Mal eben nebenher eine Zusammenfassung oder einen Bericht zu schreiben, führt unweigerlich zu Blockaden und schlechten Texten. Warum darf das Protokoll nicht im Homeoffice oder Straßencafé geschrieben werden?

6. Lassen Sie Themen zu, welche die Autoren wirklich interessieren. Gerade ungeübte Autoren sollten zunächst über das schreiben, womit sie sich auskennen, oder wovon sie sich berührt fühlen. Der komplexe Bericht über ein fachfremdes Thema schreckt bei wenig Schreiberfahrung eher ab.

Konkrete Tipps gegen die Schreibblockade gibt es hier:

Karrierebibel 

So nicht Blog

E-Portfolio Jasmin 

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Juttas Schreibtipps 

Texte mit Stimme 

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