Reingefallen!

6. Mai 2008 von Melanie Huber

Wie kommt es eigentlich, dass Firmen, die etwas verkaufen wollen, immer mit unterdrückter Nummer anrufen? Firmen, mit denen man ohnehin einen Vertrag abgeschlossen hat. Keine Chance, sich eine Sekunde innerlich auf das Gespräch vorzubereiten, keine Chance es zu ignorieren. Stattdessen hat man plötzlich eine angriffsfreudige Dame in der Leitung, die ihre Fragen nur so rausschleudert: Welches Handy besitzen Sie? (Äh, ein ziemlich altes Gerät.) Sind Sie zufrieden mit uns? (Bis jetzt durchaus, sonst hätte ich bereits gekündigt.) Kaufen Sie eher im Web oder in der Filiale? (Bauen Sie vielleicht endlich Ihr Online-Angebot aus?) Verschicken Sie nicht auch gern SMS? (Nein, aber das müssten Sie doch sehen.) …

Wenn sich ein Anrufer schon nicht zurückverfolgen und identifizieren lässt, dann sollte er einem wenigstens die Chance lassen, zu erwähnen, dass es gerade nicht passt. Oder man schlicht keine Lust auf ein Verlaufsgespräch hat. Doch das interessiert nicht.

Ab jetzt werde ich diese Anrufe als freundliche Erinnerung daran betrachten, dass ich den Vertrag ja mal prüfen und vielleicht kündigen könnte. Ganz herzlichen Dank.

2 Reaktionen zu “Reingefallen!”

  1. Michael Herrling

    Hallo!

    Dieses Vorgehen nervt mich auch schon seit langer Zeit. Die Taktik der unterdrückten Rufnummer ist leider Standard bei solchen Anrufen. Zumindest was die bei mir eingehenden Anrufe betrifft. In meinen Seminaren und Beratungen predige ich andauernd, dass diese Methode ziemlich daneben ist und eben auch zu den von Dir beschriebenen Reaktionen führt. Scheinbar wollen oder können manche Unternehmen das nicht lernen.

    Mittlerweile habe ich den Anspruch an meine Höflichkeit gegenüber solchen Anrufern drastisch gesenkt und leg auch schon mal umgehend wieder auf.

  2. Melanie Huber

    Das trauen sich leider nicht Viele - man ist einfach zu höflich. Aber ich versuche es einfach mal das nächste Mal…

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