Echte Freunde im Finanzamt?
8. Mai 2008 von Melanie HuberGestern fand erstmals in diesem Jahr die Sternstunde für Unternehmer statt. Ins malerische Babenhausen hatte die dortige Wirtschaftsförderung geladen. Es ging unter anderem um Marketing, Motivation und: das Finanzamt. Genauer: um das gute Verhältnis zum Finanzbeamten. Diesen Vortrag fand ich besonders spannend, denn ich gehöre zu den Leuten, die einen Riesenbogen um diese Behörde machen. Eigentlich um alle, aber egal… Mathias Paul Weber sprach in seinem Vortrag Win-Win Beziehungen mit dem Finanzamt über Möglichkeiten, aus Schwierigkeiten das Beste zu machen.
Überrascht hat mich, dass jeder Beamte wohl einen kleinen Spielraum habe und letztlich zu Gunsten oder auch zu Ungunsten des Steuerzahlers entscheiden können – beispielsweise wenn es um Aufschub geht. Wer sich dem Finanzbeamten freundlich nähere und sich bewusste sei, dass dieser nicht die Gesetze mache, sondern einfach nur einen Job ausführe, hätte viel bessere Chancen, etwas zu erreichen. Gut, das ist so wie in anderen Situationen auch. Und sein Webers Rat ist sicher richtig. Das offene Gespräch auf Augenhöhe ist immer gut. Nur ganz ehrlich: Es ist nicht so, dass ich das nicht könnte, dass ich mich nicht zusammenreißen oder auch verstellen könnte. Ich will schlichtweg nicht. Nach meiner Erfahrung gehen vor allem weibliche Finanzamt-Mitarbeiterinnen mit Frauen oft viel strenger um als mit männlichen Steuerzahlern. Sie wollen einen häufig erziehen. Und das muss nicht sein. Wer etwas verpasst oder verpatzt, weiß selbst meist am besten, woran das liegt. Und die möglichen Zuschläge sind ja schon Strafe genug. Nein, ich bin echt froh, dass es Steuerberater gibt…
Am 12. Mai 2008 um 19:48 Uhr
Hallo Melanie,
das ist eben wie in jeder Beziehung: jeder freut sich über ein nettes Gespräch und Anerkennung. Und auch im Finanzamt ist das so. Wille oder nicht - ein menschlicher Kontakt macht es einfacher; für beide.
Liebe Grüße
Christian