PR für Beta-Produkte?

11. Juni 2008 von Melanie Huber

Es gibt Unternehmen, die betreiben gar keine PR, aus Prinzip, weil es in ihrer Branche fast keine Medien gibt oder weil sie rein im B2B-Geschäft tätig sind. Das sind jedoch keine ausreichenden Gründe, diesen Kommunikationskanal zu ignorieren. Potenzielle Entscheider, die für ein Unternehmen wichtig sind, kann man auf vielfältige Weise erreichen. Es kommt meist nur darauf an, die richtige Geschichte zu entwickeln. Doch was ist mit einem Unternehmen oder Angebot, das noch ganz jung ist, das beispielsweise aus wirtschaftlichen Zwängen schon auf den Markt gegangen ist, ohne alle Probleme im Griff zu haben? Das viele Angriffsflächen bietet?

Ginge es um reine Online-Kommunikation, könnte man Interessierte gut abholen und in die Verbesserung des Angebots einbinden. Doch das ist nicht die Aufgabe der Medien. Nach meinem Gefühl sollte ein Unternehmen erst dann in Sachen PR richtig durchstarten, wenn alles weitestgehend stimmt. „Beta“ wird von klassischen Medien schlicht nicht verstanden. Und auch vom gemeinem Leser nicht , was ja letztlich viel entscheidender ist. Denn wer kauft schon ein Produkt, von dem ein unabhängiger Redakteur berichtet, dass es dies zwar gibt, aber noch nicht ganz rund ist?

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