Die Kunst, sich zu entschuldigen
17. Juli 2008 von Melanie HuberEs ist nicht einfach, sich zu überwinden, einen Fehler einzugestehen, diesen offen zuzugeben und dann auch noch das Zauberwort auszusprechen: Entschuldigung. Statt sich zu aufrichtig entschuldigen, wird meist rumgestammelt, werden Ausreden und Gründe genannt – oder es fällt schlicht ein „Sorry“. Dieses Wort dafür immer häufiger, am Telefon, in E-Mails, und oft auch im beruflichen Kontext. Ich finde, dass ein Sorry keine Entschuldigung ist und im Job nichts zu suchen hat. Es klingt viel zu flapsig, beiläufig, und meist folgt ja auch gleich als Erklärung ein „Aber“. Dabei gibt es so viele schöne Wörter, sich zu entschuldigen:
Ich bitte um Verzeihung.
Es tut mir leid.
Verzeihen Sie bitte.
Ich bedauere es sehr.
Entschuldigen Sie bitte.
Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich „Sorry“ nicht mag.
(Altmodisch:) Ich bin untröstlich.
Ihnen fallen sicher noch viele andere Alternativen ein. Oder gefällt Ihnen das „Sorry“?