Monatsarchiv für Juli 2008

PR und Blogger – eine praktische Annäherung, Teil 2

Freitag, den 18. Juli 2008

Heute war es nun so weit - unsere theoretischen Vorüberlegungen, Blogger anzusprechen, in die Tat umzusetzen. Melanie Huber hat hier bereits unsere Vorgehensweise beschrieben. Insgesamt hatten wir schließlich zwölf Blogger ausgewählt, die kontaktiert werden sollten. Der Grund: sie beschäftigen sich mit Inhalten, zu denen unser Kunde Trendlink thematisch passt, wie etwa neue Unternehmen, Internet-Entwicklungen, Trends und neue Ideen. Unser Kunde hat ein Aktienportal entwickelt, das sich durch eine komplett neue Form der Suche auszeichnet.

Erreichbarkeit

Grundsätzlich unterliegt natürlich jedes Telefonat äußerlichen Einflüssen bzgl. der Erreichbarkeit. Wir haben Sommer und in vielen Bundesländern haben die Ferien bereits begonnen. Deshalb hatten wir mit einer schlechteren Erreichbarkeit als außerhalb der Urlaubszeit gerechnet. Aber die direkten Kontakte lagen bei gerade einmal einem Viertel der Gesamtkontakte. Einerseits liegt es daran, dass einige Blogs unter den Kontaktdaten keine Telefonnummern führen. Andererseits fällt auf, dass ausschließlich die Blogger telefonisch gesprochen werden konnten, die in einer Redaktion tätig sind. Es zeigt natürlich, dass viele Blogs in der Freizeit betrieben werden. Aber zudem bedeutet es, dass unsere ausgewählten Blogger wahrscheinlich alle einem Job nachgehen, bei dem sie nicht kontaktiert werden können oder wollen.

Ansprache

Erste Priorität hatte für uns der telefonische Kontakt, weil er persönlicher ist. Zudem können wir im Gespräch sofort auf Fragen und Anforderungen des Gesprächpartners eingehen. Alle Telefonate verliefen äußerst positiv. Ein besonderer Grund war dabei die Relevanz des Themas. Insofern waren wir durch unsere Vorrecherche gut vorbereitet. Ich habe kurz gefragt, ob bzgl. des Blogs Zeit und Interesse besteht, dass ich ein neues Thema vorstelle. Das ist höflich und spart allen Beteiligten Zeit. Es folgte die Kurzvorstellung und die Frage, ob das Thema von Interesse ist. Dann schlug ich weitere Informationsmaterialien vor. Meine Kontaktpersonen konnten sich das heraussuchen, was sie für sich am wichtigsten fanden. Und genau diese Informationen habe ich zugesendet per E-Mail.

Nach meiner Meinung zahlt es sich aus, niemanden mit Informationen zu bedrängen, weil das eh nur einen schlechten Eindruck hinterließe. Aktives Nachfragen, ob das Gegenüber Interesse an mehr Informationen hat, ist unabdingbar. So bekam ich sehr freundliche und ehrliche Rückmeldungen. Das führte bis zu einem Redakteur, der mich mit viel Charme und Witz auf meinen Fehler aufmerksam machte, ihn in der Mail mit “Sehr geehrter Frau …” angesprochen zu haben. Mein persönliches Fazit daraus: Tippe immer alles per Hand ein und verwende keine automatisierten oder kopierten Ansprachen, um solche Peinlichkeiten zu vermeiden.

Auch die E-Mail-Kontakte habe ich so gestaltet, dass das Thema unseres Kunden kurz in ein paar Sätzen umrissen wurde. Anschließend habe ich gefragt, ob weitere Informationen gewünscht sind. Richtige Texte und Erklärungen versenden wir erst dann, wenn der Blogger es auch wünscht und per Anruf oder Rück-Mail angefordert hat. Damit sich ein Blogger ein vernünftiges eigenes Bild machen kann, habe ich auch “Ross und Reiter” genannt. Ich hoffe aber, dass unsere Haltung zeigt, dass wir niemandem Werbung aufzwingen wollen. Vielmehr sind wir an einem Diskurs mit Bloggern interessiert, die aufgrund ihres Wissens und ihrer Erfahrung uns und unserem Kunden wirklich wertvolle Meinungen und Rückmeldungen geben können. Jetzt bin ich sehr gespannt, was uns für Nachfragen und Kontakte in den kommenden Tagen und Wochen erreichen werden.

Die Kunst, sich zu entschuldigen

Donnerstag, den 17. Juli 2008

Es ist nicht einfach, sich zu überwinden, einen Fehler einzugestehen, diesen offen zuzugeben und dann auch noch das Zauberwort auszusprechen: Entschuldigung. Statt sich zu aufrichtig entschuldigen, wird meist rumgestammelt, werden Ausreden und Gründe genannt – oder es fällt schlicht ein „Sorry“. Dieses Wort dafür immer häufiger, am Telefon, in E-Mails, und oft auch im beruflichen Kontext. Ich finde, dass ein Sorry keine Entschuldigung ist und im Job nichts zu suchen hat. Es klingt viel zu flapsig, beiläufig, und meist folgt ja auch gleich als Erklärung ein „Aber“. Dabei gibt es so viele schöne Wörter, sich zu entschuldigen:

Ich bitte um Verzeihung.

Es tut mir leid.

Verzeihen Sie bitte.

Ich bedauere es sehr.

Entschuldigen Sie bitte.

Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich „Sorry“ nicht mag.

(Altmodisch:) Ich bin untröstlich.

Ihnen fallen sicher noch viele andere Alternativen ein. Oder gefällt Ihnen das „Sorry“?

Blogs verändern

Donnerstag, den 17. Juli 2008

Don Dahlmann hat einen schön unaufgeregten Beitrag dazu geschrieben, wie Blogs das Leben verändern. Dem ist kaum etwas hinzuzufügen.

Hier weitere Aussagen von Bloggern zu Motiven und Folgen:

Simmey: Warum bloggt man?

TKKG: Wieso ich blogge…

Robert Basic: wieso man bloggt

Breitnigge: Bloggen bringt’s

Medienrauschen: Bloggen ist gesund

One plus you: Sind Sie blogsüchtig?

Und jetzt noch ein abschließender Tipp für all die, denen noch ein Blog-Thema fehlt:

Cashblog: 100 Sachen über die man bloggen kann

Pädagogisch wertvoll

Mittwoch, den 16. Juli 2008

Gestern im Biergarten. Ich: „Ihh, schon wieder eine fiese Biene.“ Mein Mann: „Das ist eine Wespe.“ Ich: „Ich kann die immer nicht unterscheiden.“ Er: „Sieht die aus wie Biene Maja?“ Nein. Und endlich weiß ich Bescheid.

Buchtipp für die Sommerferien

Dienstag, den 15. Juli 2008

Es gibt drei Bücher, die ich Krimi-Fans unbedingt empfehlen muss. Wer skandinavische Autoren mag, wird Stieg Larsson lieben. Er ist meines Erachtens besser als Mankell & Nesser zusammen. Leider ist Larsson bereits 2004 verstorben, und so wird es bei seinen drei Büchern, die jüngst bei Heyne erscheinen sind, bleiben. Die Triologie heißt „Verblendung“, „Verdammnis“ und „Vergebung“, und im Mittelpunkt stehen der Journalist Mikael Blomkvist und die Computer-Spezialistin Lisbeth Salander. Beide Charaktere sind unkonventionell und vielschichtig gezeichnet; die Geschichten sind dicht, spannend und abwechslungsreich. Larsson war ein echtes Ausnahmetalent.