Eine Frage des Stils?

2. September 2008 von Melanie Huber

Gestern ging es mal wieder um das Thema IHK. Mit ein paar Kollegen saßen wir zusammen und plauderten über dies und das. Dann wurde es emotional. Die IHK Frankfurt hat ihre Mitglieder zur 200-Jahr-Feier geladen. Und jetzt kommt’s: Eingeladen sind nur Einzelpersonen, ohne Partner oder andere Begleitung. Dafür darf man seinen Fahrer zur Feier auf die Saalburg mitbringen. “Das geht gar nicht. Das ist sowas von stillos”, regt sich ein Herr auf, dessen Frau ohne ihn aber mit einem imaginären Fahrer eingeladen wurde. Dabei geht es nicht um die Tatsache, dass der Fahrer mitdarf. Und auch ein Partner muss nicht auf jede Veranstaltung als Begleitung egladen sein. Aber bei einem Jubiläum? Das ist doch durchaus etwas anderes als ein Networking-Event oder ein offzielle Businness-Veranstaltung. Eine Frage des Stils.

4 Reaktionen zu “Eine Frage des Stils?”

  1. Chris K.

    Diese Stillosigkeit hat durchaus Tradition. Nachdem die deutsche Fußballnationalmannschaft den Weltmeistertitel gewonnen hatte, verwehrten DFB-Funktionäre den Frauen der Spieler den Zutritt zum Sieges-Bankett. Deswegen erklärten noch am sleben Abend Paul Breitner und Gerd Müller ihren Rücktritt.
    Der DFB sitzt doch auch in Frankfurt. Liegt vielleicht am Äppelwoi.

  2. Chris K.

    Sehe gerade, dass ich die Jahreszahl vergessen habe. Wer auf Grund der Namen nicht drauf kommt: diese Malaise der Stillosigkeit fand natürlich 1974 statt.

  3. Melanie Huber

    Oh je, und das, obwohl ich so ein Frankfurt-Fan bin… Hoffentlich gibt es nicht noch mehr solcher Beispiele…

  4. Henry Müller

    Klasse, so was muss einfach in die Öffentlichkeit…
    Egal ob männlicher oder weiblicher Partner, daher m/w, wird dieser immer an den geschäftlichen Dingen des Partners teilhaben und sollte gerade bei den “Jubel-Feiern” teilnehmen dürfen. Wie soll sonst - bei der üblichen Distanz - Identifikation und Engagement der vielen (zahlenden) Mitglieder entstehen bzw. optimiert werden…
    Die Teilnehmerin sollte ggf. ihren Partner/Ehemann als Fahrer anmelden. Vielleicht erfährt dieser dann - bei Würstchen und alkoholfreien Bier im Fahrerlager - vielmehr persönliche und intime Einzelheiten

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