Archiv der Kategorie ‘Beobachtungen‘

Innehalten

Mittwoch, den 22. Oktober 2008

Wir alle verweisen immer wieder auf tolle, erfolgreiche, marketing-kluge Blogs. Und in irgendeiner Forme geht es immer um Inszenierung. In diesem Blog nicht. Und wer die Artikel gelesen hat, wird hoffentlich endgültig aufhören, über Berechtigung von Blogs zu diskutieren. Wir neigen unser Haupt.

Platte Füße und Buch-Overload

Mittwoch, den 15. Oktober 2008

Kleine Impressionen von der Frankfurter Buchmesse. Es ist an sich wie immer. Volle Gänge, volle Rolltreppen, lauter beschäftigte Menschen und viele Bücher. Tolle Bücher. Spannende Bücher. Nur irgendwie gibt es so viel zu entdecken, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Ein Buch in die Hand zu nehmen und kurz darin zu blättern, das passt irgendwie nicht hierher. Man guckt, man trifft sich und führt anregende Gespräche. Ehrlich gesagt tun mir bereits nach drei Stunden die Füße weh, und ich weiß nicht, was ich mir noch anschauen möchte. Es gibt zu viel von allem. Und so setzen wir uns lieber gemütlich in einen Gang und beobachten die Leute. Schade, dass ich keine Kamera dabei habe. Ich hätte gern Fotos gemacht – von den Schuhen der Besucher. Die sind wirklich erstaunlich. Es gibt Leute mit hellblauen Socken in rosa Flip Flops, Turnschuhe zum Business-Kostüm, Fell-Wildlederstiefel, Stiefeletten zur orangefarbenen Strumpfhose, Stöckelschuhe. Vor allem die Damen haben sich teilweise echt herausgeputzt. Komisch, wir interessieren uns mehr für die Leute als für de Bücher. Die entdecke ich dann lieber in meiner Buchhandlung um die Ecke.

Messe-Presseverteiler

Mittwoch, den 17. September 2008

Das mit Messen und PR ist so eine Sache. An sich bieten sich Messen ja bestens an, um Termine mit Medienvertretern vor Ort zu vereinbaren und in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Leute zu treffen und zu informieren. Da aber nicht jeder Journalist auf eine Messe geht, die man selbst besucht, sind wir zur OMD sehr zielgerichtet vorgegangen. Es gibt die Möglichkeit, sich von den Veranstaltern eine Liste mit den akkreditierten Journalisten zuschicken zu lassen. Okay, aus datenschutzrechtlichen Gründen sind nur die Namen und Firmen enthalten, doch trotzdem sollte man meinen, dass es PR-Leuten die Arbeit erleichtere.

Rund 140 Kontakte haben wir erhalten, rund 30 Medien waren für unseren Kunden relevant. Doch dann die Enttäuschung: Aus vielen Häusern hatten sich gleich zig Vertreter akkreditiert, viele der gelisteten Personen sind gar keine Journalisten, sondern arbeiten in der PR, in den Anzeigenabteilungen oder im Vertrieb. „Wirkliche“ Journalisten sind kaum vertreten. Wieso sich die PR- und Anzeigenberater als Presse akkreditieren, kann ich nicht so recht verstehen. Zumal es bei der OMD ja nicht darum geht, den Einritt zu sparen – der ist ja ohnehin kostenlos. Für uns heißt das: schön klassisch Verteiler und Ansprechpartner recherchieren und die Verteilerlisten der Messen lediglich als Korrektiv zu nutzen. Zumal sich viele Journalisten ohnehin erst vor Ort akkreditieren werden.

So ganz anders: Studenten

Donnerstag, den 28. August 2008

Seit wenigen Wochen schule ich nun auch als Dozentin für Personality PR Studenten. Sonst waren es immer Berufstätige, die sich weiterbilden wollen. Ich hätte nie gedacht und habe einfach nicht darüber nachgedacht, dass sich Studenten in einer Lehrsituation ganz anders verhalten. Was mir gleich auffiel – die hören ja gar nicht (alle) zu! Stattdessen wird gequatscht, an anderen Sachen gearbeitet, gesurft oder geschlafen. Ja wirklich, ein Student ist mitten im Seminar eingeschlafen, er hatte wohl zu viel gefeiert am Tag zuvor.

Und dann gehen Studenten viel häufiger zur Toilette, in meinen anderen Seminaren nutzen die Teilnehmer dafür immer die Pausen. Komisch. Als Studentin war ich auch so, aber irgendwie habe ich das wohl verdrängt. Spaß macht es trotzdem. In den Seminaren für Berufstätige ist immer auch ein „Motzer“ oder meist eine „Motzerin“ dabei, die alles besser weiß. Auch das „So mache ich das schon immer, warum soll ich das ändern?“ oder das resignierte „Das kriege ich doch nie durch.“ höre ich von den Studenten nicht. Dafür jede Menge Fragen, die gern auch mal vom Thema ablenken. Da komme ich mir manchmal vor wie die große Tante, die kluge Ratschläge gibt. Da wir ja nicht in der Schule sind, lasse ich alles so ziemlich durch. Letztlich sind sie ja erwachsen und müssen selbst einschätzen können, was wichtig ist und was nicht. Ob das richtig ist?

Offline

Donnerstag, den 28. August 2008

Ein Server der Telekom ist laut Hotline abgeschmiert, und bis ca. 11.30 h wird die Störung wohl dauern. Ohne UMTS-Karten hätten wir hier keinen Internetzugang. Dass solche Gaus noch immer passieren… Und dann auch noch bei der Telekom. Wahnsinn.