Archiv des Tags ‘Bücher’
Platte Füße und Buch-Overload
Mittwoch, den 15. Oktober 2008Kleine Impressionen von der Frankfurter Buchmesse. Es ist an sich wie immer. Volle Gänge, volle Rolltreppen, lauter beschäftigte Menschen und viele Bücher. Tolle Bücher. Spannende Bücher. Nur irgendwie gibt es so viel zu entdecken, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Ein Buch in die Hand zu nehmen und kurz darin zu blättern, das passt irgendwie nicht hierher. Man guckt, man trifft sich und führt anregende Gespräche. Ehrlich gesagt tun mir bereits nach drei Stunden die Füße weh, und ich weiß nicht, was ich mir noch anschauen möchte. Es gibt zu viel von allem. Und so setzen wir uns lieber gemütlich in einen Gang und beobachten die Leute. Schade, dass ich keine Kamera dabei habe. Ich hätte gern Fotos gemacht – von den Schuhen der Besucher. Die sind wirklich erstaunlich. Es gibt Leute mit hellblauen Socken in rosa Flip Flops, Turnschuhe zum Business-Kostüm, Fell-Wildlederstiefel, Stiefeletten zur orangefarbenen Strumpfhose, Stöckelschuhe. Vor allem die Damen haben sich teilweise echt herausgeputzt. Komisch, wir interessieren uns mehr für die Leute als für de Bücher. Die entdecke ich dann lieber in meiner Buchhandlung um die Ecke.
Mobil das Buchregal überprüfen
Montag, den 23. Juni 2008Ich lese viel, vielleicht zu viel. Denn eigentlich weiß ich gar nicht mehr so richtig, was ich alles schon gelesen habe. Dann blättere ich verzweifelt in der Buchhandlung in einer möglichen Neuerwerbung, und weiß gar nicht, ob ich das Buch schon kenne. Erst zu Hause stelle ich dann nach drei, vier Seiten fest: „Mist. Das habe ich schon.“ Natürlich könnte ich auch bequem den Literaturnachschub online bestellen und dann in unseren zig Regalen gucken, ob das Buch hier schon irgendwo rumliegt oder nicht. Aber so angenehm das Internet ist – wenn ich etwas Neues lesen will, dann muss es gleich her. Ohnehin ist das reale Stöbern viel schöner als das Rumklicken auf Amazon & Co. Wären da nur nicht die vielen doppelt angeschafften Titel…
Von daher mein Aufruf an Verlage und alle Unternehmen, die den stationären Buchhandel unterstützen wollen: Ich brauche einen Dienst, bei dem ich alle Bücher eintragen kann, die ich schon besitze. Darauf möchte ich dann unterwegs mobil mit dem Handy zugreifen können, um im Laden festzustellen, ob ich ein interessantes Werk schon habe oder nicht. Wäre doch eine tolle Sache und ungemein praktisch. Wer programmiert mir das?
Ich packe eine Bücherkiste und lege rein… (9b)
Freitag, den 25. April 2008Gut, es scheint so, als käme die Idee, meine Bücher hier kistenweise zu verschenken, nicht so gut an. Keiner will sie haben. Und aus diesem Grund gibt es heute das letzte Buch, das in die Kiste kommt. Die anderen Bücher werde ich dann wohltätigen Zwecken zukommen lassen…
Drin sind dennoch:
Andrea Pflüger: Operation Rubikon
Jane Heller: Trau niemals einem Mann
Sabine Neuffer: Herr Bofrost, der Apotheker und ich
Gregory & Tintori: Das Buch der Namen
Bruce Chatwin: In Patagonien
Mark Spörrle: Wer hat meine Hemden geschrumpft?
Jonathan Kellerman: Blutgier
Dieter Nuhr: Gibt es intelligentes Leben?
Nun neu: Sommerkimder - Geschichten aus den großen Ferien
Viel Glück!
Ich packe eine Bücherkiste und lege rein… (8b)
Donnerstag, den 24. April 2008Die Bücherkiste wird immer schwerer. Jetzt sind drin:
Andrea Pflüger: Operation Rubikon
Jane Heller: Trau niemals einem Mann
Sabine Neuffer: Herr Bofrost, der Apotheker und ich
Gregory & Tintori: Das Buch der Namen
Bruce Chatwin: In Patagonien
Mark Spörrle: Wer hat meine Hemden geschrumpft?
Jonathan Kellerman: Blutgier
Frisch dabei: Dieter Nuhr: Gibt es intelligentes Leben?
Viel Glück!
Von wegen schreibfaule Jugend…
Mittwoch, den 23. April 2008Natürlich gibt es sie, die Jugendlichen, die jede Minute ihrer Freizeit vor dem Rechner verbringen, chatten, flirten, spielen. Doch das Internet bietet gerade für Jugendliche viel mehr, und junge Surfer nutzen sie. Ein gutes Beispiel ist die Online-Plattform Hierschreibenwir. Der Name ist Programm. Jugendliche können auf der Webseite Texte schreiben, über diese und Bücher ganz allgemein diskutieren und sich gegenseitig bei den ersten schriftstellerischen Gehversuchen helfen. Rund 3.500 Jugendliche machen bereits mit, und es werden täglich mehr. Nun ist der erste echte Roman auf Hierschreibenwir entstanden. „Alles Emma – oder was?“ ist ein klassisches Jugendbuch rund um Schule, Eltern, Freundschaft und erste Liebe. Die Autorin Gerlis Zillgens hat mit all den Mitgliedern von Hierschreibenwir an dem Buch gearbeitet, 13 jugendliche Co-Autorinnen haben so tolle Beiträge geschrieben, dass diese nun in dem Buch, das Ende April bei Rowohlt erscheint, enthalten sind. Besonders beeindruckend sind die Einstellungen der jungen Online-Nutzer. Schluss also mit den Vorurteilen!
Julia, 15: „Das Schreiben macht mir einfach Spaß. Ich möchte unbedingt Autorin werden und Emma1 war eine wundervolle Gelegenheit, um Erfahrungen zu sammeln, sich Hilfe von anderen zu holen und den eigenen Schreibstil zu entwickeln. Außerdem wurde man durch die kleinen Gewinne bei Emma1 immer richtig angespornt, noch mehr zu geben.“
Vanessa, 16: „Bei so vielen verschiedenen Köpfen kommen so viele tolle Ideen zustande, das glaubt man gar nicht! Kreativ zu sein hatte vorher auch immer einen großen Reiz für mich. Seiner Fantasie einfach freien Lauf lassen und alles niederzuschreiben, was einem so alles im Köpfchen herum spukt! Aber zusammen mit anderen macht das zehnfach so viel Spaß! Deshalb ist HSW auch einfach so ein geniales Projekt! Man kann unglaublich viel lernen, aber das mit so viel Begeisterung und vor allen Dingen auch mit anderen Jungens und Mädels, die genauso ticken wie man selbst!“
Lena, 14: „Ich hätte nie gedacht, dass es so viele Mädchen in meinem Alter gibt, die schreiben, sich mit allen auszutauschen über die eigenen Texte, über gute Bücher - Das hat mir sehr viel Spaß bereitet und macht es immer noch.“
Maike, 16: „Es war schon mal genial, überhaupt Mädchen kennen zu lernen, die auch gerne schreiben. Normalerweise wird man, wenn man als Hobby ‚Lesen und selber schreiben‘ angibt, erst mal total komisch angeschaut.“
Maja, 14: „Manchmal saß ich auch schon den ganzen Nachmittag nur zu Hause herum und habe mir Notizen gemacht, damit ich später einen tollen Text schreiben konnte, obwohl ich mich auch daran erinnere, dass mir einige Ideen sogar in der Schule gekommen sind. Seit ich bei Hierschreibenwir bin, denke ich fast nur noch an das Schreiben.“
Kristina, 15: „Hätte mir nicht meine Buchhändlerin den Werbeprospekt in die Hand gedrückt, dann hätte ich nie auf diese wundervolle Seite gefunden, denn seit den vielen Monaten in der Hierschreibenwir-Community haben sich meine Texte und Geschichten enorm verbessert und das habe ich nur den fleißigen Kommentarschreiber-Autorinnen und Autoren und der regelmäßigen Übung auf meiner Lieblingsinternetseite zu verdanken!”
Cathrin, 16: „Ich schreibe bei Emma mit, weil ich einfach für mein Leben gerne schreibe und Emma so etwas wie MEIN persönlicher literarischer Partner fürs Leben ist! Okay, das klingt ziemlich…seltsam, aber ich muss wirklich sagen, dass ich mich total mit Emma identifizieren kann, ich bin genauso tollpatschig und tomatensündrom-anfällig wie sie! Zudem ist Gerlis Zillgens eine supertolle Autorin und so ist es eine wahre Ehre, mit ihr zusammen an einem Buch schreiben zu dürfen!!! Und selbstverständlich muss ich auch die vielen, vielen unglaublich netten und hilfsbereiten Mitautorinnen, ohne die der ganze Wettbewerb wahrscheinlich nur halb so viel Spaß machen würde, an dieser Stelle unbedingt erwähnen! Wir sind praktisch schon zu einer kleinen Familie zusammengewachsen, Emmas Verwandtschaft ist nämlich ganz schön groß!”
Melina, 14: „Ich liebe es, mich beim Schreiben in andere Personen und Charaktere zu versetzen und mir vorzustellen, was die Personen denken und fühlen und daraus handeln. Bei dem Emma-Projekt geht es ja, wie der Name schon sagt, um „Chaos, Küsse, Katastrophen“. Privat schreibe ich aber gerne auch über andere Themen und bin zurzeit dabei, meine Buchidee auszubauen. Ich habe die Charaktere und Handlung zusammen und werde bald anfangen zu schreiben. Klar habe ich dabei wie jeder junge Schreiber das Ziel einer Veröffentlichung vor Augen, aber auch wenn es nicht klappt: Ich habe dann ja nicht alles umsonst geschrieben, sondern dabei gelernt und komme so meinem Traum Stück für Stück näher.“
Kleine Anmerkung: Die Macher von Hierschreibenwir sind Kunden von Kilroy PR, doch ich hätte sicher auch sonst über dieses schöne Projekt berichtet.