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Neues Blog rund um die Steinlaus
Montag, den 20. Oktober 2008Soeben haben wir gemeinsam mit dem Walter de Gruyter Verlag ein neues Blog online gestellt. Es dreht sich rund um die Steinlaus, die 1976 erstmals von Loriot vorgestellt wurde und seit 1983 im Pschyrembel zu finden ist. Jetzt soll ein neuer Text für das Wörterbuch verfasst werden, und alle Leser dürfen mitmachen. Wir haben lange überlegt, welches Thema sich für den Pschyrembel eignen würde. Neues aus Forschung und Wissenschaft? Einblicke in die Redaktion? Gesundheits-Tipps? Glücklicherweise ist die Redaktion so aufgeschlossen, dass wir nun den Spaß von einst fortschreiben können. Wir hoffen, das gefällt nicht nur uns, sondern auch den Lesern.
Schreiben für’s Web
Freitag, den 22. August 2008Immer wieder stelle ich fest, dass sich Kunden darüber wundern, dass das Schreiben für das das Internet gar nicht so anders ist als das Texten für klassische Kanäle. Warum sollte es auch? Es geht immer darum, den Leser möglichst schnell für einen Text zu begeistern, zum Lesen und Weiterlesen zu motivieren. Einziger Unterschied: Im Web gibt es viel mehr konkurrierende Angebote, und die nächste spannende Information ist gerade mal einen Link entfernt. Von daher muss sich ein Autor einer noch lesbareren Sprache bedienen, Überschriften wählen, die neugierig machen, nicht um den heißen Brei herum erzählen. Aber ehrlich gesagt erwarte ich das auch von einem gedruckten Text.
Alles andere betrifft weniger den Inhalt eines Textes als die Form. In Text im Internet sollte in „Häppchen“ dargeboten werden, mit Zwischenüberschriften und weiterführenden Informationen, die sich vom eigentlichen Artikel abheben. Multimediale Ergänzungen und lesbare Schriften sollten selbstverständlich sein.
Weitere Tipps geben unter anderem:
Medienlese: Mehr Format wagen!
Der Korsti bloggt: Texte fürs Web optimieren
Text-Gold: Warum ein Online-Redakteur für die Qualität der Web-Site unerlässlich ist
SEO- und Internet-News: Verstöße gegen die Regeln der Web-Usability
Internetmarketing Blog: Wie Sie Ihre Informationen im Web richtig darstellen
Schreibängste nehmen
Montag, den 28. April 2008Wenn es darum geht, etwas zu schreiben, ist bei vielen Arbeitnehmern die Blockade vorprogrammiert. Ob ein Bericht, Protokoll oder Artikel für die Mitarbeiterzeitung- wenn es ums Schreiben geht, ergreifen die meisten Erwachsenen die Flucht. Es könnte ja sein, der Text nicht gefällt, Vorgesetzte oder Kollegen diesen kritisieren. So wie damals in Schule, Studium oder Ausbildung. Dabei mangelte es oftmals genau denen an Talent und Urteilsvermögen, was gute Texte betrifft, die solche beurteilen. Oder sie möchten den Texten schlicht ihren eigenen Stempel aufdrücken, die eigene Kompetenz unter Beweis stellen. Und dabei wird teilweise mehr Schaden angerichtet als zum Besseren redigiert. Vor allem: es hemmt die Autoren und demotiviert. Vor allem, wenn ohne Feedback willkürlich geändert wird und der Schreiber gar keine Chance hat, sich zu erklären oder zu lernen. Doch was kann man tun, um sich oder anderen die Furcht vor dem Schreiben zu nehmen und zugleich „gute“ Texte entstehen zu lassen?
1. Die Geschmäcker sind verschieden, auch den Stil eines Textes betreffend. Somit sollte ein Gegenleser nicht streng den eigenen Stil durchdrücken, und ein Autor sollte sich klarmachen, dass es immer Kritiker und Fans gibt.
2. Wer nicht liest, hat es immer schwerer beim Formulieren. Wer also häufiger schreiben muss (darf), sollte fortan häufiger zu einem Buch oder der Zeitung greifen. Je fachferner und lebensnaher die Literatur ist, desto größer ist der Lerneffekt, Texte künftig möglichst verständlich, ohne Floskeln und bürokratische Ausdrücke oder Fachbegriffe zu schreiben.
3. Teamwork funktioniert auch, wenn es um Texte geht. Während der eine lieber schreibt, recherchiert der andere lieber, wertet Fragebögen aus oder kontaktiert Interviewpartner. Diese Aufgaben sollten nach Vorlieben und Vermögen verteilt werden.
4. Auch bei den Gattungen gilt: Nicht jeder muss alle gleichermaßen beherrschen. Der eine schreibt gern nüchterne Berichte, der andere gute Glossen oder Erlebnisreportagen. Zwang und Druck sind hier nicht förderlich.
5. Klar muss die Schreibarbeit erledigt werden. Doch wenn schon klar ist, dass der Kollege sich sträubt, dann lassen Sie ihm oder ihr wenigstens genug Zeit und Raum. Mal eben nebenher eine Zusammenfassung oder einen Bericht zu schreiben, führt unweigerlich zu Blockaden und schlechten Texten. Warum darf das Protokoll nicht im Homeoffice oder Straßencafé geschrieben werden?
6. Lassen Sie Themen zu, welche die Autoren wirklich interessieren. Gerade ungeübte Autoren sollten zunächst über das schreiben, womit sie sich auskennen, oder wovon sie sich berührt fühlen. Der komplexe Bericht über ein fachfremdes Thema schreckt bei wenig Schreiberfahrung eher ab.
Konkrete Tipps gegen die Schreibblockade gibt es hier:
Plädoyer für Antworten auf E-Mails
Dienstag, den 25. März 2008Ich gebe es ja zu. Auch in meinem Posteingang gibt es einige E-Mails, die seit November 2007 unbeantwortet vor sich hin stauben. Doch ist die Ausnahme. Zu den lustigen Bildchen vom Mann meiner Freundin habe ich einfach nichts zu sagen. Alle anderen Mais beantworte ich immer zügig, nach ein bis zwei Tagen, spätestens; vor allem wenn eine Antwort erwartet wird. Aber auch das ist scheinbar die Ausnahme. In letzter Zeit scheint es immer üblicher zu werden, gar nicht oder erst nach mehrmaligem Nachfragen zu antworten. Dass man sich für die ausgiebige Mail an eine Freundin besonders viel Zeit nehmen möchte und auf einen Moment der Ruhe zum Antworten wartet, kann ich gut verstehen. Aber vor allem beruflich motivierte E-Mails bleiben immer häufiger unbeantwortet. Gibt es Feedback vom Kunden? Passt das Angebot? Soll die Kampagne so zum vereinbarten Termin starten? All dies sind meiner Meinung nach berechtigte Fragen.
Natürlich könnte man auch anrufen und sich erkundigen. Nur ist es meist noch schwieriger, jemanden ans Telefon zu bekommen. Vor dem „Achtung wichtig“-Zeichen schrecke ich meist zurück, denn wie soll man eine E-Mail kennzeichnen, wenn es wirklich brennt? Da es wie gesagt noch vor einem (gefühlten) halben Jahr seltener vorkam, dass E-Mails unbeantwortet blieben, hier mein Plädoyer für Antworten auf E-Mails:
- Der große Vorteil von E-Mails besteht darin, dass hier schriftlich formuliert, was man wie und wann haben möchte. Es kommt also weniger zu Missverständnissen als im persönlichen Gespräch.
- Sprechen Sie es offen aus, wenn Sie von jemandem keine E-Mails erhalten möchten.
- Wer grundsätzlich lieber telefonisch Fragen klärt, sollte dies sagen und nach Möglichkeit Zeiten benennen, die sich für ei Telefonat besonders gut eignen.
- Richten Sie eine Abwesenheitsnotiz ein, wenn Sie mehr als zwei Tage keine Mails beantworten können.
- Benennen Sie einen Stellvertreter oder eine alternative E-Mail-Adresse, damit sich Ihre Kontakte in dringenden Fällen woanders die Information holen können.
- Wer unverhofft krank wurde und nicht zum Antworten kam, sollte dies nach der Genesung möglichst zeitnah kurz erklären.
Auch ohne einen Dringlichkeitsvermerk sollten Mails spätestens nach zwei Tagen beantwortet werden. - Wenn Sie gerade wirklich keine Zeit zum Antworten haben oder noch keine Antwort geben können: Schreiben Sie kurz zurück, dass die Entscheidung noch aussteht und Sie sich spätestens am Tag X melden werden, dass Sie zur Erinnerung erneut angemailt werden möchten, Sie gerade den Kopf nicht frei haben – aber reagieren Sie irgendwie.
- Vor allem, wenn Dritte involviert sind und auf Ihre Antwort oder Entscheidung warten, ist Eile geboten. Der Mail-Schreiber muss sonst tagelang weiter Personen hinhalten, und das macht für alle Beteiligten keinen guten Eindruck.
- Ein kurzes „Ich melde mich mit der Antwort in einer Woche“ ist schneller formuliert als eine umständliche Erklärung nach vier Wochen, warum Sie sich nicht gemeldet haben.
- Es geht nicht darum, jedem „Danke“ ein „Bitteschön“, jedem unterhaltsamen Link ein „wie witzig“ folgen zu lassen. Doch konkrete Fragen von Menschen, die Sie kennen, gehören beantwortet.
- Das Argument, täglich 300 Mails zu bekommen und gar nicht mehr durchzublicken, wem man noch dringend eine Antwort geben müsste, zählt nicht. Jeder sollte sich täglich eine Stunde Zeit nehmen, die Nachrichten zu sortieren und auf wichtige zu reagieren.
- E-Mail-Programme bieten bequeme Möglichkeiten, die Mails herauszufiltern, die von Kontakten stammen, von denen man vermutlich wichtigere Nachrichten erhält So hat man diese immer auf einem Blick vor Augen.
- Natürlich funktioniert all das nur, wenn sich auch die Mail-Schreiber bemühen – um Fokussierung, klare Aussagen und Zurückhaltung bei weniger wichtigen Themen. Denn wer dauernd irrelevante Fragen stellt und Mails versendet, wird vermutlich nicht beachtet, sollte es sich mal um eine wichtige Nachricht handeln.
Blogger dokumentieren die Unruhen in Tibet
Montag, den 17. März 2008Die blutigen Proteste in Tibet haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Die chinesische Regierung lässt Ausländer nicht mehr nach Tibet einreisen, Touristen wird nahegelegt, das Gebiet möglichst schnell zu verlassen. Seit Sonntag sei zudem der Zugang zu Youtube in China gesperrt. Und dennoch: Aus Tibet gelangen immer mehr Berichte und Videos über das Vorgehen der chinesischen Sicherheitskräfte ins Netz. Auf zahlreichen Seiten veröffentlichen Augenzeugen ihre Eindrücke. Hier eine kleine Auswahl der wichtigsten Dokumentationen:
Hintergründe und Kommentare bei Mutant Palm.
DOLLA hat eigens für The worst horse eine Free-Tibet-Kampagne entwickelt. Weitere Einreichungen sind erwünscht.
Yeshe Choesang schreibt für den Tibet Express und bloggt in The Secret Tibet über die Ereignisse in Tibet.
Die Students for free Tibet dokumentieren und kommentieren in Tibet will be free.
In Tibetan uprising stellen Exil-Tibeter, die heute in Indien leben, News, Bilder und Filme vor.
Phayul bietet eine Zusammenstellung der Nachrichten über Tibet aus internationalen Medien.
Curta o Rio - News - Free Tibet stellt auf der Seite zahlreiche Videos zusammen. Der Autor stammt aus Brasilien und beobachtet die Entwicklungen in Tibet aus der Ferne.
Nachtrag: Hier ein Artikel zum Thema von der Deutschen Welle und ein Beitrag vom Deutschlandfunk.