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Platte Füße und Buch-Overload
Mittwoch, den 15. Oktober 2008Kleine Impressionen von der Frankfurter Buchmesse. Es ist an sich wie immer. Volle Gänge, volle Rolltreppen, lauter beschäftigte Menschen und viele Bücher. Tolle Bücher. Spannende Bücher. Nur irgendwie gibt es so viel zu entdecken, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Ein Buch in die Hand zu nehmen und kurz darin zu blättern, das passt irgendwie nicht hierher. Man guckt, man trifft sich und führt anregende Gespräche. Ehrlich gesagt tun mir bereits nach drei Stunden die Füße weh, und ich weiß nicht, was ich mir noch anschauen möchte. Es gibt zu viel von allem. Und so setzen wir uns lieber gemütlich in einen Gang und beobachten die Leute. Schade, dass ich keine Kamera dabei habe. Ich hätte gern Fotos gemacht – von den Schuhen der Besucher. Die sind wirklich erstaunlich. Es gibt Leute mit hellblauen Socken in rosa Flip Flops, Turnschuhe zum Business-Kostüm, Fell-Wildlederstiefel, Stiefeletten zur orangefarbenen Strumpfhose, Stöckelschuhe. Vor allem die Damen haben sich teilweise echt herausgeputzt. Komisch, wir interessieren uns mehr für die Leute als für de Bücher. Die entdecke ich dann lieber in meiner Buchhandlung um die Ecke.
PR gegen das Vergessen
Mittwoch, den 14. Mai 2008Es gibt Produkte und Marken, die jeder kennt und dennoch so gut wie verwendet – oder über die so gut wie nie gesprochen wird. Manchmal wundert man sich dann, dass es sie überhaupt noch gibt. Wie beispielsweise das Parfum 4711. Seit einiger Zeit wird wieder dafür geworben, nahezu modern und auffallend anders als einst. Andere Dinge begegnen einem – wenn überhaupt – bei einem sehr intensiven Einkaufsbummel. Und dabei haben sie alle etwas Besonderes an sich. Meist sind es ganz besondere Erinnerungen, die damit verknüpft sind. Schade, dass die Firmen nicht mehr daraus machen, damit diese Geschichten nicht verblassen. Hier mein Aufruf wider das Vergessen:
Maiglöckchen- und Fliederseife
Waldmeister-Bowle
Diercke Weltatlas
Elmex Gelee
Burlington Kniestrümpfe
Turnbeutel
Löslicher Eistee
Kaltschale mit Sago
Salmis
Tintenkiller
Kennen sie weitere Produkte oder Marken, die nicht aussterben dürfen? Ich freue mich auf Ihre Tipps!
Einkaufsparadies Spicecastle
Samstag, den 12. April 2008Seit einiger Zeit wohne ich in o.a. unterfränkischen Stadt - genau, in Würzburg. Wie immer bei einem regionalen Neustart gilt es zunächst die feinen Eigenheiten der Region kennen zu lernen. Nach mittlerweile über einem Jahr bin ich unglaublich überrascht worden: Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es in einer Stadt, die Würzburg heißt, keine Gewürze käuflich zu erwerben gibt. Ich gebe zu Gängiges wie Salz, Pfeffer, Basilikum, Oregano und vielleicht auch noch Mischungen wie Curry oder provencalische Kräuter werden angeboten. Das eine oder andere exotische Kräutlein wie Chili, Kurkuma oder Kreuzkümmel ist dabei. Insofern stimmt meine Aussage nur zum Teil. Dennoch bin ich es nicht gewohnt, dass selbst in der Delikatessabteilung großer städtischer Kaufhäuser keine Gewürze angeboten werden, die längst Einzug auch in deutsche Küchen gehalten haben - spätestens seit es das Perfekte Dinner gibt. Ich vermisse Lemon Gras, Garam Masala, Koriander oder Kardamom. Mischungen wie Curry Madras oder Thai. Ich frage mich allen Ernstes, wo indische und asiatische Restaurantküchen aus der Umgebung ihre Gewürze beziehen. Ich konnte zumindest in Würzburg selbst auf Nachfrage keine Lösung finden. Gerettet hat mich die Gewürzkarawane. Denn jetzt mache ich es mit den Gewürzen wie mit Schuhen, Kleidung oder Taschen: ich bestelle im Internet. Beim Stöbern unter den Gewürzen habe ich wirklich Lust bekommen, mehr auszuprobieren. Deswegen habe ich pünktlich zum Angrillen der Saison ein paar Mischungen zum Marinieren von Grillfleisch mitbestellt. Außerdem gibt es diverse Teesorten im Sortiment und einige Rezept- und Zubereitungstipps.