Archiv des Tags ‘Sprache’
Klare Ansage
Donnerstag, den 14. August 2008
Rivva ist down
Rivva ist nicht erreichbar und sagt das klipp und klar. So soll’s sein.
Freibad-Lausch
Mittwoch, den 23. Juli 2008Kleine Anekdote aus dem Schwimmbad. Eine Leonie, etwa fünf Jahre alt, plärrt: „Der Julius hat mich gekniffen.“ Darauf Julius, vielleicht siebenjährig: „Nein, ich habe bloß nipple cripple gemacht.“ Wahnsinn.
Die Kunst, sich zu entschuldigen
Donnerstag, den 17. Juli 2008Es ist nicht einfach, sich zu überwinden, einen Fehler einzugestehen, diesen offen zuzugeben und dann auch noch das Zauberwort auszusprechen: Entschuldigung. Statt sich zu aufrichtig entschuldigen, wird meist rumgestammelt, werden Ausreden und Gründe genannt – oder es fällt schlicht ein „Sorry“. Dieses Wort dafür immer häufiger, am Telefon, in E-Mails, und oft auch im beruflichen Kontext. Ich finde, dass ein Sorry keine Entschuldigung ist und im Job nichts zu suchen hat. Es klingt viel zu flapsig, beiläufig, und meist folgt ja auch gleich als Erklärung ein „Aber“. Dabei gibt es so viele schöne Wörter, sich zu entschuldigen:
Ich bitte um Verzeihung.
Es tut mir leid.
Verzeihen Sie bitte.
Ich bedauere es sehr.
Entschuldigen Sie bitte.
Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich „Sorry“ nicht mag.
(Altmodisch:) Ich bin untröstlich.
Ihnen fallen sicher noch viele andere Alternativen ein. Oder gefällt Ihnen das „Sorry“?
Von Chancen und Herausforderungen
Dienstag, den 17. Juni 2008Manchmal hängt alles von einem Wort ab. Auch in diesen Tagen beim Fußball. Voller Optimismus beginnt ein Spiel in der Regel mit vielen Chancen. Die werden im Laufe der Partie meist zu Möglichkeiten und wenn der Gegner sich geschickt anstellt – zu Herausforderungen. Wenn gar nichts mehr geht, wird krampfhaft nach Ideen gesucht. Würde unsereins gleichermaßen unter Druck kreativ sein müssen, wären wir sicher ähnlich erfolglos wie so manch eine Mannschaft bei dieser EM.
Echte Freunde im Finanzamt?
Donnerstag, den 8. Mai 2008Gestern fand erstmals in diesem Jahr die Sternstunde für Unternehmer statt. Ins malerische Babenhausen hatte die dortige Wirtschaftsförderung geladen. Es ging unter anderem um Marketing, Motivation und: das Finanzamt. Genauer: um das gute Verhältnis zum Finanzbeamten. Diesen Vortrag fand ich besonders spannend, denn ich gehöre zu den Leuten, die einen Riesenbogen um diese Behörde machen. Eigentlich um alle, aber egal… Mathias Paul Weber sprach in seinem Vortrag Win-Win Beziehungen mit dem Finanzamt über Möglichkeiten, aus Schwierigkeiten das Beste zu machen.
Überrascht hat mich, dass jeder Beamte wohl einen kleinen Spielraum habe und letztlich zu Gunsten oder auch zu Ungunsten des Steuerzahlers entscheiden können – beispielsweise wenn es um Aufschub geht. Wer sich dem Finanzbeamten freundlich nähere und sich bewusste sei, dass dieser nicht die Gesetze mache, sondern einfach nur einen Job ausführe, hätte viel bessere Chancen, etwas zu erreichen. Gut, das ist so wie in anderen Situationen auch. Und sein Webers Rat ist sicher richtig. Das offene Gespräch auf Augenhöhe ist immer gut. Nur ganz ehrlich: Es ist nicht so, dass ich das nicht könnte, dass ich mich nicht zusammenreißen oder auch verstellen könnte. Ich will schlichtweg nicht. Nach meiner Erfahrung gehen vor allem weibliche Finanzamt-Mitarbeiterinnen mit Frauen oft viel strenger um als mit männlichen Steuerzahlern. Sie wollen einen häufig erziehen. Und das muss nicht sein. Wer etwas verpasst oder verpatzt, weiß selbst meist am besten, woran das liegt. Und die möglichen Zuschläge sind ja schon Strafe genug. Nein, ich bin echt froh, dass es Steuerberater gibt…