Archiv des Tags ‘Technik’

Erfolgreich entscheiden

Mittwoch, den 4. Juni 2008

Heute fand wieder die Sternstunde für Unternehmer statt. Dieses Mal im Technologie- und Gründerzentrum in Hanau. Einige Vorträge kannte ich bereits, andere noch nicht. Entscheidungen so zu treffen, dass man damit richtig gute Ergebnisse erzielt – darüber referierte Kai-Jürgen Lietz. Er stellte die Frage, ob es „die eine richtige Entscheidung“ gäbe. Für jeden sei seine Entscheidung die richtige. Der eine entscheidet so, der andere anders. Und das sei völlig akzeptabel und richtig. „Es gibt nicht diese eine richtige Entscheidung“, sagte Lietz.

Schlüsselelemente für eine erfolgreiche Entscheidung seien:

Entscheidungsklarheit – zu wissen, wohin man an sich will. Dazu muss man wissen, welches Ergebnis man erwartet, was man heute schon im Kontext mit der anstehenden Fragestellung erreicht hat und was unerwünschte Ergebnisse sind.

Attraktive Alternativen – zu wissen, welche Möglichkeiten alle zur Auswahl stehen.

Die größtmögliche Unterstützung - bei oder nach welcher Entscheidung erfahre ich die größte Unterstützung?

Die falsche Reihenfolge, keine Vision von der Zukunft zu haben und mangelnde Kompetenz seien die größten Hindernisse auf dem Weg zu einer erfolgreichen Entscheidung.

Ausgaben für “das Web 2.0″ steigen

Mittwoch, den 23. April 2008

Laut einer neuen Studie von Forrester Research werden Unternehmen in den kommenden Jahren deutlich intensiver in Web 2.0-Dienste investieren, bis zum Jahr 2013 würden rund 4,6 Milliarden Dollar weltweit für Wikis, RSS, Communities & Co. ausgegeben. Vor allem große Unternehmen würden sich dem 2.0-Trend anschließen. Kleinere und mittlere Firmen stehen der Innovation noch immer skeptisch gegenüber. Sie erkennen weder den Mehrwert noch Refinanzierungsmöglichkeiten. Kostenlose Inhalte und Dienste anzubieten erscheint im Widerspruch zu Wirtschaftlichkeit und Umsatzzielen zu stehen. Dabei geht es meines Erachtens vor allem darum, mit Hilfe von Web 2.0-Anwendungen Kosten zu sparen und Mehrwerte zu schaffen:

+ Durch viele Anwendungen erübrigen sich kostspielige Marktfoschungs-Untersuchungen.

+ Das Call Center wird entlastet.

+ Teure Beta-Tests können entfallen oder eingeschränkt werden.

+ Kosten für Produkt-Tests, -Entwicklungen und -Optimierung lassen sich einsparen und orientieren sich durch die Einbeziehung der Verbraucher näher an deren Bedürfnissen.

+ Ausgaben für teuren Presseversand können durch den Einsatz von RSS (mittelfristig) reduziert werden.

+ Suchmaschinenmarketing kostet Geld; wer richtig auf das Web 2.0 setzt, betreibt Suchmaschinenoptimierung und ist letztlich besser in den Ergebnislisten platziert.

+ Ob Veranstaltungen oder andere Projekte - mit Hilfe von Wikis, Twitter oder Blogs wird das Projektmanagement optimiert; dadurch sinkt die Arbeitszeit und wird die Effizienz gesteigert.

+ Viral im Web verbreitete Maßnahmen (Word of Mouth-, Conversational Marketing) sind günstiger als TV-Spots oder Print-Anzeigen – und erreichen häufig dennoch die klassischen Medien, im redaktionellen Umfeld.

+ Der Aufwand für die Aktualisierung von Daten, Inhalten oder anderen Informationen reduziert sich.

Natürlich spielen auch Faktoren wie Imagebildung, Bekanntheit, neue (junge) Zielgruppen, Mitarbeitermotivation eine wichtige Rolle. Leider sind diese Punkte vielen Firmen jedoch eher schwer zu vermitteln. Erst vor ein paar Tagen habe ich wieder zu hören bekommen: „Das Geld könnte ich doch auch in Google Adwords stecken, dann weiß ich genau, was es mir bringt.“

Auch zahlreiche andere Blogger haben sich mit dem Thema befasst und ihre Ansichten und Tipps zu spezifischen Aspekten veröffentlicht. Eine kleine Auswahl:

Reputation Management: Intelligente Anreize für Online-Besucher

10 Tipps für erfolgreiches Referenten-Marketing

Wait and Watch - ist OpenSocial wichtig?

Journalismus 2.0: Runter mit der Rendite, rein in Multimedia

Voraussetzungen für die Einführung von Knowledge Blogs in Organisationen

Tangiert Web 2.0 den Fernsehkonsum?

Studie: Erfolgreiche virale Kampagnen starten

Spam nervt

Donnerstag, den 20. März 2008

Vor einigen Wochen haben wir uns ja entschlossen, fortan Kommentare nicht mehr zu moderieren. Und diese Entscheidung war genau richtig. Es hat bisher nur konstruktive und interessante Diskussionen gegeben. Doch der Beitrag, in dem wir den Schritt ankündigten, wird täglich mehrmals mit Spam beschossen. Dummerweise kommen trotz der Vorkehrung einige Spammer damit durch. Deshalb werden wir genau diesen Beitrag nicht mehr kommentieren und anpingen lassen, tut mir leid. Ich weiß, dass es bessere technische Lösungen zum Vermeiden von Spam gibt, doch ehrlich gesagt habe ich keine Lust, mich da einzuarbeiten (ich schreibe lieber). Freue mich aber über Tipps und Hinweise, die auch wir technisch nicht so Affinen verstehen…

Elektroschrott-Video als Antwort auf die CeBIT

Freitag, den 7. März 2008

Greenpeace hat die CeBIT zum Anlass genommen, um mal wieder auf das Thema Elektroschrott hinzuweisen. Das Video ist zwar etwas zu lang geraten, dafür aber sehr eindringlich. Auch im Greenpeace-Blog dreht sich momentan alles um die Computermesse.

Warum sich ein Besuch der CeBIT lohnt

Dienstag, den 4. März 2008

Heute öffnet die CeBIT wieder ihre Tore in Hannover, und ich bin nicht dabei. Das ist ein Jammer, in den vergangenen 15 Jahren war ich immer da. Ob ganz früher als Hostess, dann als Besucher oder PR-Beraterin: Die CeBIT war immer etwas Besonderes. Nicht wegen der Neuheiten und Aussteller, nein, die CeBIT besticht durch einen ganz eigenen Charme. Die Mischung von spröden Technikfreaks, Business-Besuchern und Hostessen sorgt für eine spannungsgeladene Stimmung. Und während bei anderen Messen um 18 Uhr Schluss ist, geht es dann erst richtig los auf dem Messegelände. Klar, in den vergangen Jahren sind die Standparties etwas weniger geworden, und es gibt auch nicht mehr überall Sekt und Sushi, doch in jeder Halle wird mindestens an fünf bis zehn Stellen kräftig gefeiert. Wer sich dazu stellt, bekommt mindestens ein Bier und Brötchen. Nach Feierabend bricht es aus den Besuchern und dem Standpersonal heraus. Sie feiern hemmungslos, betrinken sich, flirten und tanzen wild. Es gibt kaum eine bessere Kontaktbörse als die CeBIT, und selbst wer nicht auf der Suche ist, kann sich beim Beobachten der eingerosteten Balzrituale vieler Schlipsträger köstlich amüsieren.

Wer die CeBIT besucht, fragt häufiger nach den besten Parties als nach den neuesten Produkten. Und auch wenn man nicht weiß, wo abends die Messeböden rocken, kann sich darauf verlassen, diverse Feten zu entdecken. Man muss sich einfach treiben lassen, dazustellen und zuhören. Tipps für Feiern außerhalb des Messegeländes und die besten Wege, auch rein gelassen zu werden, gibt es kostenlos. CeBIT heißt Ausnahmezustand. Man läuft den ganzen Tag mit schmerzenden Füßen über das Messegelände oder steht mit ebenso lädierten Sohlen auf dem Stand, und ist doch allabendlich fit für Tanz und Party-Hopping. Ach wäre ich doch jetzt nur in Hannover.