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Zielgruppe 30 bis 45? Ich doch nicht!

Donnerstag, den 14. August 2008

Seit einigen Tagen habe ich einen neuen Auto-Lieblings-Radiosender. Hier werden all die Songs gespielt, die ich laut mitsingen kann. The Doors, U2, Stones, Duran Duran. Toll. Gut, ein wenig habe ich mich schon gewundert, was für ein Sender das ist. Radio Bob leuchtet auf meinem Display auf. Noch nie gehört. Und dann lese ich jetzt doch glatt in der W&V, dass das der neue Sender für Hörer von 30 bis 45 Jahren sei. Treffer. Und doch: aus und vorbei.

Ich lass mich doch nicht auf eine Zielgruppe reduzieren. Dann lieber gleich den Oldie-Sender einschalten, da bin ich wenigstens die jüngste Hörerin. Oder das Techno-Radio Sunshine, hier kann ich noch was lernen. Aber so gnadenlos wie von Radio Bob enttarnt und gefangen zu werden, nee, das muss nicht sein. Vielleicht brenne ich mir eine CD mit dem alten Rock-Pop-wir-waren-in-den-80ern-in-der-Disko-Kram…

Von Chancen und Herausforderungen

Dienstag, den 17. Juni 2008

Manchmal hängt alles von einem Wort ab. Auch in diesen Tagen beim Fußball. Voller Optimismus beginnt ein Spiel in der Regel mit vielen Chancen. Die werden im Laufe der Partie meist zu Möglichkeiten und wenn der Gegner sich geschickt anstellt – zu Herausforderungen. Wenn gar nichts mehr geht, wird krampfhaft nach Ideen gesucht. Würde unsereins gleichermaßen unter Druck kreativ sein müssen, wären wir sicher ähnlich erfolglos wie so manch eine Mannschaft bei dieser EM.

Echte Freunde im Finanzamt?

Donnerstag, den 8. Mai 2008

Gestern fand erstmals in diesem Jahr die Sternstunde für Unternehmer statt. Ins malerische Babenhausen hatte die dortige Wirtschaftsförderung geladen. Es ging unter anderem um Marketing, Motivation und: das Finanzamt. Genauer: um das gute Verhältnis zum Finanzbeamten. Diesen Vortrag fand ich besonders spannend, denn ich gehöre zu den Leuten, die einen Riesenbogen um diese Behörde machen. Eigentlich um alle, aber egal… Mathias Paul Weber sprach in seinem Vortrag Win-Win Beziehungen mit dem Finanzamt über Möglichkeiten, aus Schwierigkeiten das Beste zu machen.

Überrascht hat mich, dass jeder Beamte wohl einen kleinen Spielraum habe und letztlich zu Gunsten oder auch zu Ungunsten des Steuerzahlers entscheiden können – beispielsweise wenn es um Aufschub geht. Wer sich dem Finanzbeamten freundlich nähere und sich bewusste sei, dass dieser nicht die Gesetze mache, sondern einfach nur einen Job ausführe, hätte viel bessere Chancen, etwas zu erreichen. Gut, das ist so wie in anderen Situationen auch. Und sein Webers Rat ist sicher richtig. Das offene Gespräch auf Augenhöhe ist immer gut. Nur ganz ehrlich: Es ist nicht so, dass ich das nicht könnte, dass ich mich nicht zusammenreißen oder auch verstellen könnte. Ich will schlichtweg nicht. Nach meiner Erfahrung gehen vor allem weibliche Finanzamt-Mitarbeiterinnen mit Frauen oft viel strenger um als mit männlichen Steuerzahlern. Sie wollen einen häufig erziehen. Und das muss nicht sein. Wer etwas verpasst oder verpatzt, weiß selbst meist am besten, woran das liegt. Und die möglichen Zuschläge sind ja schon Strafe genug. Nein, ich bin echt froh, dass es Steuerberater gibt…

Reingefallen!

Dienstag, den 6. Mai 2008

Wie kommt es eigentlich, dass Firmen, die etwas verkaufen wollen, immer mit unterdrückter Nummer anrufen? Firmen, mit denen man ohnehin einen Vertrag abgeschlossen hat. Keine Chance, sich eine Sekunde innerlich auf das Gespräch vorzubereiten, keine Chance es zu ignorieren. Stattdessen hat man plötzlich eine angriffsfreudige Dame in der Leitung, die ihre Fragen nur so rausschleudert: Welches Handy besitzen Sie? (Äh, ein ziemlich altes Gerät.) Sind Sie zufrieden mit uns? (Bis jetzt durchaus, sonst hätte ich bereits gekündigt.) Kaufen Sie eher im Web oder in der Filiale? (Bauen Sie vielleicht endlich Ihr Online-Angebot aus?) Verschicken Sie nicht auch gern SMS? (Nein, aber das müssten Sie doch sehen.) …

Wenn sich ein Anrufer schon nicht zurückverfolgen und identifizieren lässt, dann sollte er einem wenigstens die Chance lassen, zu erwähnen, dass es gerade nicht passt. Oder man schlicht keine Lust auf ein Verlaufsgespräch hat. Doch das interessiert nicht.

Ab jetzt werde ich diese Anrufe als freundliche Erinnerung daran betrachten, dass ich den Vertrag ja mal prüfen und vielleicht kündigen könnte. Ganz herzlichen Dank.

Schreibängste nehmen

Montag, den 28. April 2008

Wenn es darum geht, etwas zu schreiben, ist bei vielen Arbeitnehmern die Blockade vorprogrammiert. Ob ein Bericht, Protokoll oder Artikel für die Mitarbeiterzeitung- wenn es ums Schreiben geht, ergreifen die meisten Erwachsenen die Flucht. Es könnte ja sein, der Text nicht gefällt, Vorgesetzte oder Kollegen diesen kritisieren. So wie damals in Schule, Studium oder Ausbildung. Dabei mangelte es oftmals genau denen an Talent und Urteilsvermögen, was gute Texte betrifft, die solche beurteilen. Oder sie möchten den Texten schlicht ihren eigenen Stempel aufdrücken, die eigene Kompetenz unter Beweis stellen. Und dabei wird teilweise mehr Schaden angerichtet als zum Besseren redigiert. Vor allem: es hemmt die Autoren und demotiviert. Vor allem, wenn ohne Feedback willkürlich geändert wird und der Schreiber gar keine Chance hat, sich zu erklären oder zu lernen. Doch was kann man tun, um sich oder anderen die Furcht vor dem Schreiben zu nehmen und zugleich „gute“ Texte entstehen zu lassen?

1. Die Geschmäcker sind verschieden, auch den Stil eines Textes betreffend. Somit sollte ein Gegenleser nicht streng den eigenen Stil durchdrücken, und ein Autor sollte sich klarmachen, dass es immer Kritiker und Fans gibt.

2. Wer nicht liest, hat es immer schwerer beim Formulieren. Wer also häufiger schreiben muss (darf), sollte fortan häufiger zu einem Buch oder der Zeitung greifen. Je fachferner und lebensnaher die Literatur ist, desto größer ist der Lerneffekt, Texte künftig möglichst verständlich, ohne Floskeln und bürokratische Ausdrücke oder Fachbegriffe zu schreiben.

3. Teamwork funktioniert auch, wenn es um Texte geht. Während der eine lieber schreibt, recherchiert der andere lieber, wertet Fragebögen aus oder kontaktiert Interviewpartner. Diese Aufgaben sollten nach Vorlieben und Vermögen verteilt werden.

4. Auch bei den Gattungen gilt: Nicht jeder muss alle gleichermaßen beherrschen. Der eine schreibt gern nüchterne Berichte, der andere gute Glossen oder Erlebnisreportagen. Zwang und Druck sind hier nicht förderlich.

5. Klar muss die Schreibarbeit erledigt werden. Doch wenn schon klar ist, dass der Kollege sich sträubt, dann lassen Sie ihm oder ihr wenigstens genug Zeit und Raum. Mal eben nebenher eine Zusammenfassung oder einen Bericht zu schreiben, führt unweigerlich zu Blockaden und schlechten Texten. Warum darf das Protokoll nicht im Homeoffice oder Straßencafé geschrieben werden?

6. Lassen Sie Themen zu, welche die Autoren wirklich interessieren. Gerade ungeübte Autoren sollten zunächst über das schreiben, womit sie sich auskennen, oder wovon sie sich berührt fühlen. Der komplexe Bericht über ein fachfremdes Thema schreckt bei wenig Schreiberfahrung eher ab.

Konkrete Tipps gegen die Schreibblockade gibt es hier:

Karrierebibel 

So nicht Blog

E-Portfolio Jasmin 

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Juttas Schreibtipps 

Texte mit Stimme